FRANKREICH

und den Atlantik haben wir uns hart erarbeiten müssen.

Bei hohen Temperaturen

und trotz willkommenden Fahrerwechseln

war die Fahrt aufgrund fehlender Klimaanlage 🙁 nicht ganz ohne Anstrengung.

Auch zwischenzeitliche Yoga-Übungen ließen es nicht erträglicher – aber zumindest spaßiger – werden.  Hier zu sehen eine neu kreierte und nicht ganz triviale ‚Zahnputz-Asana mit Ganzkörperdehnung und Überhitzungsabbau auf Rastplatz-Holz in der Abendsonne‘ (allerdings: NICHT ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN!)

Nun aber wieder zurück in den Ernst des Urlaubs:

Nachdem wir mit Hilfe der wirklich sehr nützlichen  Park4Night-App einen (kostenlosen)  Parkplatz zur Zwischenübernachtung gefunden hatten, erreichten wir am nächsten Tag  Lacanau am Atlantik. In dieser Region  war alles wie erwartet: völlig überfüllt, laut und trubelig.  Es war wirklich nicht einfach einen ersten Übernachtungs-Platz zu finden.

Aber insgesamt ist es trotzdem auch schön. Denn die Umgebung lädt auf gut beschilderten Rad- und Wanderwegen durch kühlere Wälder zur Erkundung ein – und der Atlantik zu einer erfrischenden Abkühlung:

  

Da ganz Frankreich Ferien hat, war es wie gesagt, schwer einen geeigneten Campingplatz zu finden, der noch Reisende aufnahm, bzw. halbwegs vernünftige Plätze zur Verfügung stellen konnte. Zurzeit sind wir am Cap Ferret auf dem Campingplatz Le Truc Vert.

Hier kann man viel machen, z,B. Surfbretter durch die Gegend tragen

oder Boards nicht nur tragen, sondern sie auch richtig benutzen :))

Man kann aber auch früh aufstehen und sich über einen schönen Anblick erfreuen

Sonnenaufgang und ein fast menschenleerer Strand, – ein paar Stunden später sieht das alles allerdings GANZ ANDERS (!!) aus.

Gestern hatten wir Besuch aus Bordeaux und die jungen Leute hatten, glaube ich, ein paar schöne Stunden in Arcachon

Eigentlich wollte ich ja noch die Dune du Pilat erkunden, aber aufgrund der Hitze und der nicht abnehmenden Touristen-Ströme ist das erst einmal verschoben. Stattdessen geht es morgen nach Nord-Spanien, wahrscheinlich an die Küste von Cantabria. Hier soll es nicht nur gute Surf-Spots, gemäßigte Temperaturen und weniger Tourismus, sondern auch sehr leckere Tapas geben.

Marie fliegt dann nächste Woche von Santander aus nach HH zurück und meine grobe Idee ist es, dann ein wenig die Costa Verde zu bereisen (Ideenänderungen sind natürlich wie immer vorbehalten ;)) Wie auch immer, am kommenden  Dienstag, 9 Uhr morgens, ist Marie in der Luft und für mich tickt die Uhr dann wieder ganz anders. Dann ist der „Urlaub“ vorbei und es geht wieder zurück in die Reise…

Werde also beim nächsten Mal aus Spanien und von (hoffentlich) ganz leckeren Tapas berichten.

Bis dahin. LG

Teil 2

Weiter geht’s…

Nach einer schönen Zeit in der Heimat, mit viel Freude, Begegnungen und einem ganz besonderen und aufregendem Ereignis :)))

könnte man eigentlich auch bleiben und den Sommer in vollen Zügen zuhause genießen.
Ja, man könnte. Zum Glück muss man aber nicht!

Wie geht’s also weiter? Habe schon einmal auf die Karte geguckt:

Zunächst geht es an den Atlantik. Mit Tochter Marie, die mich ein wenig begleiten wird. :))) Aus dem kalten Winter in Neuseeland kommend, freut sie sich auf viel Sonne und den Besuch einer Freundin in Bordeaux. Ayla und ich werden dann in Arcachon auf sie warten und schon einmal die Dune du Pilat erklettern und/oder die Umgebung erkunden. Dann werden wir dort gemeinsam eine Weile Sonne und Strand genießen. Aber nicht nur, denn es gibt ja noch viel mehr zu entdecken. Eine Schwierigkeit wird allerdings sein, den  zu erwartenden Touristenströmen allerorts gelegentlich auszuweichen, denn die gehören in dieser Zeit nun einmal dazu…
Wie das alles wird, wann und wie es von dort aus weitergeht, wissen wir noch nicht so ganz genau. Werde natürlich berichten.

Heute Nachmittag kommt der Bulli zur Inspektion und (hoffentlich) letzten Reparatur in die Werkstatt, danach wird gepackt, Vorräte ergänzt etc. und dann geht’s auch bald los… :)))

Teil 1.1 ;-)

 

Zuhause  angekommen und gedanklich schon wieder unterwegs, – wenn auch nur für einen kleinen Trip. Habe nämlich eine weitere Investition getätigt, die bald getestet werden soll. Und hier ist sie:

Zum Inhalt dieses Überraschungspaketes natürlich gleich mehr.

 

Erst noch einmal kurz zu Schweden, um Schweden dann vollständig abgeschlossen zu haben.

Die letzten Ausflüge in Schweden führten zeitlich weit zurück in die Vergangenheit. In der  Gemeinde Tanum konnten wir in die Bronzezeit eintauchen. Es war schön dort:

       

Das nette Museum war klein und übersichtlich, Ayla durfte trotzdem nicht mit hinein :-(.

Die Steinzeichnungen und ganz besonders der historische Park sind absolut sehenswert. Diese Nachbauten waren super gut gemacht und genauso gut erklärt. Ein Campingplatz befindet sich in direkter Nachbarschaft, genügend Parkraum gibt es auch.

 

 

Tags darauf waren wir noch immer in der Vergangenheit unterwegs, nämlich hier:

   

Ales Stenar, ganz im Süden Schwedens, zeigt große Steine, die in Schiffsform angeordnet sind. Ob das nun eine ehemalige Begräbnisstätte oder ein Sonnenkalender oder etwas ganz anderes ist,  wird wohl unterschiedlich gesehen und ist mir Rätsel geblieben. Trotzdem eine willkommene Abwechslung. Vom Besucher-Parkplatz aus gelangt man in wenigen Minuten auf den Hügel und hat dann neben dem „Schiff“ außerdem noch eine schöne Fernsicht auf die Umgebung.

    

Dann hat Schweden uns am letzten Abend noch ein besonders nettes Abschiedsgeschenk gemacht, einen stimmungsvollen Sonnenuntergang:

Ja, soviel zu Schweden.

 

In Dänemark gab es noch einen kleinen Zwangsstopp. Diesmal war es die Wasserpumpe (kurz vor der Abfahrt im April zusammen mit dem Zahnriemen in der Werkstatt neu eingebaut…), die für den Verlust von Kühlflüssigkeit verantwortlich war und das Fahren vorübergehend nicht erlaubte. Glücklicherweise konnte nach aufregenden zwei Stunden dann die Fahrt durch Hilfe des ADAC auf eigenen Rädern fortgesetzt werden.

In D angekommen zeigte sich die A7 gleich von ihrer ‚besten‘ Seite. Skandinavische Autobahn und Autobahn in Deutschland – zwei Welten treffen aufeinander. Trotzdem waren wir dann irgendwann zuhause.

Und hier gab und gibt es noch immer viel zu tun, aber das Wichtigste ist so gut wie erledigt. So dann der Bulli will, werden wir vor der Hochzeit noch einmal für ein paar Tage losfahren, vielleicht mal nach Holland und/oder an die See. Wenn der Bulli es nicht will, werden wir trotzdem unterwegs sein und eben viiiel in der näheren Umgebung radeln. Ayla läuft beim Radeln zwar immer brav mit, aber nach 15 oder max. 20 km weigert sie sich weiterzulaufen. Deshalb die neue Investition:

Ist das nicht supi??

Wenn alles nach Plan verläuft, wird dieser Fahrradanhänger (vorausgesetzt er hält was er verspricht) unseren Aktionsradius zukünftig enorm vergrößern, genau wie unseren Fitness-Level – und natürlich auch das ohnehin schon nicht geringe Platzproblem im Bulli…  :)))

 

Bin jetzt schon einige Male gefragt worden, wohin es nach der Hochzeit weitergeht. Darauf kann ich zwei Antworten geben: Entweder fahre ich nach Westen, nach Osten oder vielleicht auch nach Süden. Falls nicht, wohl eher wieder nach Norden. – Oder?? Was meint ihr? Ok, die Antwort ist jetzt vielleicht nicht so wirklich konkret gewesen, deshalb möchte ich nun deutlich konkreter antworten: Ich weiß es (noch) nicht.

Werde mich aber auf alle Regionen vorbereiten und dann zeitnah, d.h. wahrscheinlich am Abend vor der Abreise oder einen Nachtschlaf später, entscheiden wohin es gehen soll. Der Devise treu bleibend: keine langfristigen Pläne sondern spontan der Intuition folgen.

Sicher werden dabei auch ein paar „ver-rückte“ Ideen gelebt. In meinem Alter darf man das und es  gehört zu dieser Reise dazu, um herauszufinden wo es sich im Moment, aber auch perspektivisch „richtig und stimmig“ anfühlt. Wird also auch so etwas wie eine vertiefende „Innere Reise“, die im Grunde genommen schon begonnen hat. Haha, zwei Reisen in einer. Hat man nicht so oft. :))

Ich hab das dem noch ausstehenden zweiten Häkchen meiner Bucket-List zu verdanken. (Für die, die sich darunter nicht viel vorstellen können, die B-L ist so etwas wie eine ‚To-Do-Liste für’s Leben‘ und immer eine gute Motivationshilfe beim Reisen, besonders wenn man mental mal schwächelt.)

Ihr seht, es wird nicht langweilig. Nicht beim Reisen, nicht beim Pausieren. Nachher geht es nochmal raus zum Üben:  🙂

Beste Grüße aus dem Unruhe-Stand und bis demnächst mal wieder…

 

Zurück in Schweden

habe ich mich gleich wieder wie zuhause gefühlt. :))

Norwegens raue und ursprüngliche Schönheit an vielen Orten ist wirklich unbeschreibbar. Bei vielen Anblicken dieser wunderbaren Natur kann man nicht aufhören, zu staunen, zu denken oder zu sinnieren. Da fühlt man sich manchmal wie ein Zuschauer bei der Entstehung der Welt. Wie auf einer Zeitreise um Millionen Jahre zurückversetzt. Dieses unbegreiflich ‚Große‘, dem man gegenübersteht, lässt einen dann irgendwie sehr klein werden…

Schweden hat eine andere Schönheit. Keine geringere, eine andere. In Lappland z.B. fühlt es sich für mich warm und ‚richtig‘ an – auch wenn es kalt ist.Wenn es so etwas wie eine ‚Seelenheimat gibt‘, dann ist das für mich Schweden. Wenn die Stimmung mal gekippt ist und allerlei Zweifel an Vielem auftauchen – solche Momente gibt es ja auch – und dann aber die Natur in ihrer Meta-Sprache spricht, erreicht sie ganz unterschiedliche Ebenen und im Wesentlichen zeigt sich dann wieder alles ‚gut und richtig‘.

Ihr merkt sicher schon, heute bin ich von der Alltags-Ebene etwas abgerückt. Ich hol mich mal zurück…

Vielleicht mit ein paar Bildern aus Norwegen und Lappland:

Der Eintritt war frei, da der Park noch geschlossen hatte. Der Zugang war aber trotzdem im vollen Umfange möglich. Auf das eigentlich dazugehörige Guiding musste ich auch nicht verzichten, das hat – wie immer – Ayla übernommen.  ;))

So sind wir also ein wenig durch einen Meteoritenkrater gewandert, der an verschiedenen Stationen auf Schautafeln das Sonnensystem erklärt.

Hier könnt ihr am Horizont (die bewaldeten Hügel) den Rand des Kraters erkennen (muss damals ganz schön gerumst haben).

Richtig spannend war das aber alles nicht, deswegen ging’s dann bald weiter nach Süd-Lappland:

Trappstegforsens:

Und danach nach:

Hier haben wir nur wenige Menschen getroffen. Es war noch zu früh im Jahr. Die Betreiber des Campingplatzes, ein umgesiedeltes Ehepaar aus der Schweiz, waren wie auch schon letztes Jahr, supernett und haben ein wenig von ihrer ersten Überwinterung dort oben erzählt.

Von Slagnäs aus ging’s dann weiter nach Norden. Bei Haparanda überquerten wir die Grenze zu

FINNLAND

Nicht alles war mehr sofort lesbar, aussprechbar oder gar verständlich. Die ersten Fragezeichen erschienen in den Augen, verlegenes Lächeln, Kopfschütteln  ;))

 

Der Verkehr auf den Straßen wurde übersichtlicher und ein seltsames Verkehrszeichen

ließ Böses ahnen. Nachdem wir einige Kilometer auf einer „Stoßdämpfer- und Fahrernerven-Belastungs-Strecke“ erfolgreich überstanden hatten, landeten wir hier:

Ein „Campingplatz“ :))) in der Nähe von Rovaniemi, der es leicht machte, den Entschluss zu fassen ab dem nächsten Morgen wieder auf Südkurs zu gehen…

Ja, TEIL 1 meiner Reise nähert sich dem Ende. Werde jetzt noch ein paar Tage in Südschweden herumtingeln, mich dabei meinen Gedanken hingeben, philosophieren, sinnieren…

Also mehr gedanklich reisen als mit dem Bulli. Auch das sollte ja ein wesentlicher Bestandteil dieser Reise sein. Dazu gehe ich vorübergehend ein wenig ins OFF und melde mich dann wieder mit TEIL 2. – Wann? Irgendwann nach Maltes Hochzeit. Bis dahin beste Grüße nach D und *winke-winke*

Norwegen

Norwegens Schönheit zu beschreiben ist unmöglich, deshalb versuche ich es erst gar nicht..

Heute deswegen nur ein paar Bilder:

Vor jeder Abfahrt (und natürlich auch bei jeder Ankunft) hat man immer erst ein bisschen zu tun.

 

Manchmal dauert die Fahrt bis zu ersten Pause etwas länger, aber es gibt meistens viel zu sehen

und nach dem Aussteigen zeigt Ayla immer gleich wo es langgeht… 🙂

Nach einem kleinen Spaziergang weiterfahren zum Geirangerfjord, die Landschaft verändert sich:

Und dann waren wir irgendwann hier:

Die Serpentinenfahrt über den Trollstigen war nicht „ohne“ und es war schön, wieder unten zu sein.

Besonders, nachdem man vorher noch auf „Einheimische“ traf:

Danach eine kleine Pause an schönem Orte:

Die Fahrt zurück nach Schweden führt über die „Atlantikstraße“ (viel Tourismus)

Im Grenzgebiet kam es dann noch zu einem schönen Erlebnis, einer tierischen Begegnung:

So, das soll es für heute gewesen sein.
Die Luft für’s Bloggen ist momentan ein bisschen raus, aber demnächst geht’s wohl trotzdem weiter, dann wieder aus Schweden – glaube ich ;))

Für alle, die gerade Geburtstag hatten oder heute Geburtstag haben, hier nochmal ein kleiner Blütengruß:

Langeweile

gibt es hier wirklich nicht. Warum nicht? Darum nicht:

Die Panne des Tages ereignete sich heute Mittag. Beim Umklappen der Liegefläche des Bullis gab es einen abrupten Stopp mit knirschendem Geräusch. Eine Schraube hatte sich wohl gelockert, was zur Folge hatte, dass die Stütze jetzt sooo gut stützte, bzw. klemmte, dass es kein vor oder zurück mehr gab. Die Liegefläche befand sich in V-Form und lies sich absolut nicht mehr bewegen. Wie soll man darauf schlafen? Unmöglich! Nach großem Ärgern, Fluchen und Verwünschen konnte ich die Schraube zum Glück noch herausdrehen und  provisorisch wieder einsetzen/befestigen (nur 1 Pflaster für zehn Finger gebraucht 🙂 ). So habe ich wieder die dringend benötigte Liegefläche, die bis zur Ankunft in Diekholzen jetzt auch nicht mehr verändert wird!!!

Wir hatten bisher schon viele schöne und positive Tage, die wir in etwa so verbrachten:

Fotografieren aus der Froschperspektive

 

Wandern auf bestens beschilderten Wanderwegen

 

Oder einen Friseurbesuch. Total lustig mit Ayla mittendrin.

Ein weiteres Erfolgserlebnis:

Im vierten Anlauf konnten wir einen Tierarzt finden, der Ayla spontan behandelte, also gegen Fuchsbandwurm geimpft hat. Jetzt dürfen wir auch nach Norwegen einreisen. Morgen geht’s los. 🙂

Und so kann Blogschreiben aussehen:

Manchmal auch mit Wolkenschauen:

 

Ihr seht, es wird nicht langweilig und den nächsten Beitrag gibt es dann aus NORWEGEN 🙂

 

P.s.: Fast vergessen, Flip-Flop-Wetter hatten wir hier auch…:  ;))

https://youtu.be/7JD480AZWB8

(Die kleinen schwarzen Punkte, die gelegentlich zu sehen sind, sind keine Bildstörungen, sondern Kampfflieger der übelsten Sorte…)

„Bulli-Romantik“

Auch Bulli Romantik hat, wie alles in oder auf unserer schönen Welt, zwei Seiten. Die meisten Menschen stellen sich darunter Friede, Freude, Unabhängigkeit, Freiheit usw. vor. Ja, und manchmal fühlt man das auch so – aber nicht immer…

Das Gefühl von Friede kehrt z.B. ein, wenn du abends nach einem langen und anstrengenden Tag in deinem (vielleicht schon etwas durchgelegenen) Bulli-Bett liegst, aus dem Dachfenster in einen klaren Sternenhimmel schaust, über ‚Gott und die Welt‘ zum Denken kommst und schlussfolgerst: Alles ist gut – so wie es bis jetzt war und so wie es jetzt gerade ist und so wie es kommen wird.

Friede und Harmonie halten natürlich nicht ewig und können schnell wieder verloren gehen oder gestört werden, denn auch die Bulli-Romantik hat ihren Alltag und zeigt sich dann auch ganz anders… ;))

Wenn nämlich, du in enger Nachbarschaft mit anderen Campern stehen solltest und diese Camper dieses eine, aber unvermeidbare Bulli-Lied nicht mögen. Diese, vielleicht nicht ganz so sanfte oder nur von Harmonie geprägte Melodie hört sich in etwas so an:

schschschschsch-woaammm-krach-scheppaahhhhh!!!

Ihr wisst wovon ich rede? Ja – genau, die Schiebetür des Bullis. Haha, kann manchmal, besonders früh morgens, ganz schön laut sein. 🙂

Bulli-Romantik hat aber noch mehr Gesichter, z.B. dieses:

Totalausfall nach versuchter Reparatur. In den vergangenen Tagen kam das Wasser immer erst nur beim zweiten oder dritten Versuch zum Fließen. Nach ein paar weiteren Tagen stotterte es nur noch eine Weile, bis es schließlich ganz aufhörte zu fließen.

Nicht so dramatisch, habe schließlich noch diesen Reservekanister hier:

Die Grundversorgung ist also gesichert. Aber es ist vieles umständlicher und aufwändiger geworden. Mal eben den Salat über dem Waschbecken abwaschen, oder etwas Obst? Das Brettchen, den Teller, die Gabel usw. kurz abspülen? Eben mal die Finger waschen? Das ist seit gestern nur noch mit einem Gang über den halben Campingplatz, nämlich bis hin zu den Versorgungsräumen, möglich. Und das NERVT!

Der Motor. Der lief schon immer wieder mal etwas nach. Der Bulli soll dafür bekannt sein. Ok, hatte mich schon fast daran gewöhnt, bis sich dieses Geräusch vor ein paar Tagen veränderte. Hört sich jetzt so an, wie ein Elch in der Brunft. Ok, im Land der Elche ist das vielleicht eine Form von Anpassung. Nur, etwas gewöhnungsbedürftig ist das schon. ^^

Schön ist’s dann später, wenn man über diese kleineren und größeren Ärgernisse etwas schmunzeln kann. –So viel für heute zur Bulli-Romantik.  :))

Die letzten Stopps, einer so schön wie der andere:

  

Manchmal werde ich über WhatsApp gefragt, wann und wohin es weitergeht. Die Frage will ich auch hier, und zwar ziemlich konkret beantworten: Ich weiß es nicht. Wenn ich es früh weiß, ist es am Abend zuvor. Manchmal entscheide ich mich aber auch erst morgens früh zwischen Variante A und Variante B. Dieses Nicht-wissen ist es bis jetzt, was die Reise trägt und auch erst einmal weitertragen wird.

So, das soll es  für heute gewesen sein. Mache jetzt die Tür zu und verabschiede mich mit einem fröhlich-freundlichen

schschschschsch-woaammm-krach-scheppaahhhhh!!!    :-)))))

Stora Bör II

Also hier wieder wegzukommen wird nicht ganz einfach. Möchte jetzt gar nicht erst versuchen das mit vielen Worten zu umschreiben, aber ein Grund ist: Es ist einfach schön hier  – und das in vielerlei Hinsicht.

Als ich hier in Camp Grinsby ankam, waren viele Norweger und ein paar schwedische Dauercamper auf dem Platz anzutreffen. Aber keine deutschen, noch nicht einmal holländische Camper (was besonders bemerkenswert ist, weil die doch immer und überall unterwegs sind) waren weit und breit zu sehen. In Tiveden war das ja schon ähnlich.

Da war es sehr erfreulich, als zwei Tage nach meiner Ankunft, Christopher, mit seinem Minicamper aus Norwegen kommend, in Camp Grinsby eincheckte.

Wer sein Auto vielleicht auch etwas umbauen möchte, kann sich hier inspirieren lassen:

Es stellte sich schnell heraus, dass wir ähnliche Interessen haben.

So kam es nicht nur zum Info-Austausch über Kanufahrten, Campingplätze mit den dazugehörigen Besonderheiten hier und da, sondern auch zu netten Gesprächen bei Schoki und Bier über Reisen, Umwelt und Ernährung. Außerdem fand ein Warenaustausch statt. Christopher konnte bei seiner Ankunft Mineralwasser und Duschmarken sowie eine Tüte Bio-Gemüsechips gebrauchen. Im Gegenzug erhielt ich dieses leckere – von ihm selbst gedörrte – Trockenobst. Wunderbar.

Haha, Schwedische Kronen oder Euro wurden bei diesem Tausch nicht benötigt. :))

Heute Morgen ist er weitergefahren.  – Danke, Christopher, für all das und die vielen praktischen GoogleMaps- und Norwegen-Tipps. GUTE FAHRT weiterhin! Wir bleiben in Kontakt.

 

Das eigene Kanufahren klappt täglich besser. „Übung macht den Meister“ heißt es. Das stimmt nicht, aber es verbessert die Fertigkeiten und schafft Vertrauen in Kanu und Käpt‘n. 🙂  Die Ausflüge werden langsam größer:

https://youtu.be/Cnatr5Wszgg

https://youtu.be/qiFBgpgjyHI

Ihr seht, der Umgang mit der Kamera und besonders dann das Nachbearbeiten und die Erstellung zusammenhängender Videosequenzen mit Vertonung und/oder Musikhinterlegung sollte jetzt langsam mal gelernt werden… Nur wann???

Das Fahrrad ist  überhaupt noch nicht zum Einsatz gekommen und wird es wohl auch erst mal nicht, denn die Tage gehen schnell vorbei  – genauso wie die Abende.

Deswegen mache ich jetzt Feierabend, Ayla wartet schon etwas ungeduldig…

Nur noch schnell die letzten Bilder vom Tag:

Heute waren wir wieder Wandern: Der Ausblick auf den Stora Bör

und:

reifende Blaubeeren(?) in der Abendsonne.  :))

Stora Bör

Nur kurz

 

Stora Bör – viel Wasser und gleich zu Anfang schönstes Wetter. Schönes Wetter gab es ja auch schon in Tiveden, wo es nach einem letzten schönen Spaziergang

am Abend eine stimmungsvolle Verabschiedung gab:

 

Nach dem Frühstück ging es dann langsam weiter Richtung Stora Bör, der am Nachmittag erreicht wurde. Nach dem ersten Eindruck auf dem Campingplatz

ging es gleich noch einmal auf die Straße, nämlich auf den Weg zum Supermarkt. Vorratsergänzung war angesagt, denn hier möchte ich etwas länger bleiben. Heute Abend regnet und gewittert es zwar und morgen soll es den ganzen Tag Regenschauer geben. Das macht aber nichts, denn wenn man einen Light-Cube hat (so wie ich) :)) macht man es sich halt im Zelt gemütlich. Und was kann entspannender sein als monotone Regengeräusche auf dem Zeltdach bei Blitz und Donner in der Geborgenheit eines Bulli-Vorzeltes – wenn es nicht länger als zwei Tage dauert.

Ja, und so sieht es hier aus, wenn tagsüber die Sonne scheint:

 

   

Die Umgebung ist ideal. Die Wanderwege sind perfekt beschildert, wer mag kann ausgiebig joggen,  radeln, Wassersport betreiben u.v.m. Für mich heißt das, dass übermorgen das Kajak auf’s Wasser kommt und die ersten Inselerkundungen stattfinden werden. Das wird wieder total spannend, denn das Kajak ist zwar schnell, fühlt sich aber nicht unbedingt kippsicher an. Also heißt es üben, üben, üben, denn das Ziel ist ein Tagesausflug mit Proviant und Kuscheldecke (für das Nachmittagsnickerchen). Beides sollte dabei trocken bleiben! Auch, weil die Entfernungen zum Ufer hier oft ganz anders sind, als die am Hohnsen- oder Maschsee. Wenn ich dabei nicht als Robinson Crusoe ende, werde ich natürlich auch hiervon berichten…  ;))

 

 

Schweden

ein Land zum Verlieben. Jetzt bin ich das dritte Mal in diesem Land und jedes Mal denke ich darüber in Superlativen. Unglaublich schön, erholsam und entspannend!!! Auch wenn es eigentlich noch ein bisschen zu früh im Jahr ist (die nächtlichen Temperaturen…), bin ich ganz froh, schon hier zu sein. Frieren und Staunen liegen in dieser Jahreszeit noch dicht beieinander, aber ich finde es lohnt sich:

Wie heißt es so schön, alles hat seinen Preis. ;)) Ein bisschen Sorge bereitet mir allerdings das Kajak, es ist nicht winterfest und sollte nicht unter 6° C gelagert werden steht auf der Beschreibung. Nachts war es ein paar Tage auch schon kälter. Die Temperaturen steigen jetzt aber und tagsüber ist es schon oft angenehm warm.

Ayla freut sich genauso wie ich über die kleinen und mittleren Ausflüge, die wir in den uns umgebenen Wäldern machen. Und dort, im dunklen dunklen tiefen Wald hatten wir sogar schon eine Begegnung:

(Stein-)Trolls. Sie waren zwar nicht sehr gesprächig, aber in der Umgebung eine ziemlich überraschende Erheiterung. Wir lächelten uns einen Moment amüsiert zu.

Was man hier aber noch so finden und entdecken kann ist so etwas:

Da fühlt man sich Jahrhunderte zurückversetzt und staunt ein weiteres Mal.