„Bulli-Romantik“

Auch Bulli Romantik hat, wie alles in oder auf unserer schönen Welt, zwei Seiten. Die meisten Menschen stellen sich darunter Friede, Freude, Unabhängigkeit, Freiheit usw. vor. Ja, und manchmal fühlt man das auch so – aber nicht immer…

Das Gefühl von Friede kehrt z.B. ein, wenn du abends nach einem langen und anstrengenden Tag in deinem (vielleicht schon etwas durchgelegenen) Bulli-Bett liegst, aus dem Dachfenster in einen klaren Sternenhimmel schaust, über ‚Gott und die Welt‘ zum Denken kommst und schlussfolgerst: Alles ist gut – so wie es bis jetzt war und so wie es jetzt gerade ist und so wie es kommen wird.

Friede und Harmonie halten natürlich nicht ewig und können schnell wieder verloren gehen oder gestört werden, denn auch die Bulli-Romantik hat ihren Alltag und zeigt sich dann auch ganz anders… ;))

Wenn nämlich, du in enger Nachbarschaft mit anderen Campern stehen solltest und diese Camper dieses eine, aber unvermeidbare Bulli-Lied nicht mögen. Diese, vielleicht nicht ganz so sanfte oder nur von Harmonie geprägte Melodie hört sich in etwas so an:

schschschschsch-woaammm-krach-scheppaahhhhh!!!

Ihr wisst wovon ich rede? Ja – genau, die Schiebetür des Bullis. Haha, kann manchmal, besonders früh morgens, ganz schön laut sein. 🙂

Bulli-Romantik hat aber noch mehr Gesichter, z.B. dieses:

Totalausfall nach versuchter Reparatur. In den vergangenen Tagen kam das Wasser immer erst nur beim zweiten oder dritten Versuch zum Fließen. Nach ein paar weiteren Tagen stotterte es nur noch eine Weile, bis es schließlich ganz aufhörte zu fließen.

Nicht so dramatisch, habe schließlich noch diesen Reservekanister hier:

Die Grundversorgung ist also gesichert. Aber es ist vieles umständlicher und aufwändiger geworden. Mal eben den Salat über dem Waschbecken abwaschen, oder etwas Obst? Das Brettchen, den Teller, die Gabel usw. kurz abspülen? Eben mal die Finger waschen? Das ist seit gestern nur noch mit einem Gang über den halben Campingplatz, nämlich bis hin zu den Versorgungsräumen, möglich. Und das NERVT!

Der Motor. Der lief schon immer wieder mal etwas nach. Der Bulli soll dafür bekannt sein. Ok, hatte mich schon fast daran gewöhnt, bis sich dieses Geräusch vor ein paar Tagen veränderte. Hört sich jetzt so an, wie ein Elch in der Brunft. Ok, im Land der Elche ist das vielleicht eine Form von Anpassung. Nur, etwas gewöhnungsbedürftig ist das schon. ^^

Schön ist’s dann später, wenn man über diese kleineren und größeren Ärgernisse etwas schmunzeln kann. –So viel für heute zur Bulli-Romantik.  :))

Die letzten Stopps, einer so schön wie der andere:

  

Manchmal werde ich über WhatsApp gefragt, wann und wohin es weitergeht. Die Frage will ich auch hier, und zwar ziemlich konkret beantworten: Ich weiß es nicht. Wenn ich es früh weiß, ist es am Abend zuvor. Manchmal entscheide ich mich aber auch erst morgens früh zwischen Variante A und Variante B. Dieses Nicht-wissen ist es bis jetzt, was die Reise trägt und auch erst einmal weitertragen wird.

So, das soll es  für heute gewesen sein. Mache jetzt die Tür zu und verabschiede mich mit einem fröhlich-freundlichen

schschschschsch-woaammm-krach-scheppaahhhhh!!!    :-)))))

6 Comments on “„Bulli-Romantik“

  1. Hallo Uwe,
    ich hoffe, dein Bulli ist wieder freundlich zu dir und ihr seid gemeinsam unterwegs. Diese kleinen Wehwehchen sind bestimmt bald wieder ausgeräumt und ihr könnt eure gemeinsame Zeit weiterhin so toll genießen. Eure Fotos sind ja soooo romantisch.
    Momentan können wir uns hier aber auch nicht beschweren – traumhaftes Sommerwetter. Meine Befürchtung geht jetzt dahin, dass das unser Sommer 2018 ist und wir nachher im Juli im Regen an der Mecklenburger Seenplatte sitzen. Ich werde berichten!
    Weiterhin viel Spaß!
    Liebe Grüße! Iliane

    • Ja, der Bulli und ich, wir sind noch gemeinsam unterwegs :))
      Und das soll auch so bleiben. Der Motor schnurrt geradezu, 1a!! Die Peripherie bröckelt etwas, aber damit kenne ich mich ja auch ganz gut ganz..). 😉

      Genieße den Sommer, soweit die Arbeit es zulässt. LG

  2. Ja, Heidi, im Unruhezustand „unterwegs“ zu sein ist manchmal schon ziemlich (ent)spannend. :))
    Dieses Reisen mit genügend Zeit im Gepäck ist wirklich etwas ganz Wunderbares.
    Danke für die lieben Zeilen und das Mitfreuen!
    Liebe Grüße in das hoffentlich noch weiterhin sonnige Norddeutschland – Uwe

  3. Hallo Uwe,
    ja, wieder sehr schön geschrieben. Ein bisschen ist man immer mit dabei, das ist schön!
    Und die Bulli-Tür… ich musste echt lachen. Die ist wirklich ein „Kracher“. Ich kenne das auch. Aber sollen die ruhig maulen, die Nachbarn!
    Klingt einfach herrlich und entspannt und richtig „unterwegs“… wenn die Entscheidung am Abend, wohin es am nächsten Morgen weitergehen soll, schon fast wie „von langer Hand geplant ist“ wirkt… – dann bist du ja wohl angekommen im ersehnten Unruhestand!
    Ich kann nur immer wieder sagen: weiter so… ich freu mich sehr für dich!
    Viele Grüße aus dem sonnigen Norddeutschland.