Einmal noch

Im Juni hatte ich mich hier im Blog verabschiedet, aber ganz zu Ende war das Reisejahr damit dann doch noch nicht.

Nachdem sich der Bulli nach einwöchigem Werkstattaufenthalt vermeintlich vollständig erholt hatte, stellte sich die Frage: Der Werkstatt vertrauen und mich „ungeprüft“ vom Bulli trennen oder lieber erst einmal die Probe aufs Exempel machen – um kein Reisemobil zu verkaufen, das besser nicht mehr auf Langstrecke gehen sollte? Die Entscheidung war bald getroffen, denn die Überlegung den Bulli zu verkaufen verwässerte zunehmend. Aus einem möglicherweise letzten Ausflug wurden dann doch wieder mehrere und bis auf einen kleinen, techn. Defekt ist der Bulli tatsächlich stabil geblieben – und ist es noch immer. War also „unterm Strich“ eine gute Entscheidung, denn es gab noch einiges auf den Fahrten zu entdecken, zu sehen und zu bestaunen.

Zum Beispiel den Troldeskoven bei Skoerping, im Nationalpark Rebild Bakker, im Norden Dänemarks. Ein „Zauberwald“ mit urigen Buchen und einem wackeligen Aussichtsturm. Dort, auf dem Wald-Parkplatz, konnten Ayla und ich auch gut nächtigen, denn die Trolle in Skandinavien waren bis jetzt immer freundlich. :))

Wir besuchten noch einen weiteren Troldeskoven in Dänemark, nämlich bei Tisvilde Hegn. Diesmal mit Blick auf Wälder, Felder, Hügel, alte Bäume und blauen Himmel:

Hier fand sich neben Excalibur auch ein schöner Strandparkplatz für die Übernachtung:

„Wohnen“ mit Meerblick :))))

Der Bulli hatte somit den Test bestanden, er konnte also auch ohne Panne und ohne Werkstatt.

Jetzt war ich an der Reihe, konnte/kann auch ich ohne Bulli? Frühere Überlegungen traten wieder in den Vordergrund. Es sollte mehr Bewegung ins Reisen kommen. Wechseln aufs Fahrrad? Oder lieber doch besser Wandern? Das herauszufinden reizt(e) mich sehr. Neue Herausforderungen wurden gesucht und gefunden. Das Ganze sah dann so aus:

Mit viel Gepäck auf dem Weg in die Heide
In kühlen Zeltnächten wärmt Herrchens Jacke 🙂

Weit sind wir nicht gekommen, es scheiterte schlichtweg an den körperlichen Voraussetzungen. Richard musste uns „retten“  ;-))

Ein paar Tage später ein weiterer Versuch, wieder ein Heideausflug, diesmal mit leichtem Gepäck:

Die Wanderung auf dem Heidschnuckenweg gehörte mit zu den besonderen Erlebnissen, allerdings… – alles seinen Preis :))

Das war wahrscheinlich nichts im Vergleich zu diesen Verrückten:

„Gelobt sei was hart macht…“ ;))

Tough Mudder hieß diese Veranstaltung. Die Teilnehmer schultern dabei irgendwelche Baumstämme, laufen damit 10 bzw. 16 km durch Schlamm und über Hindernisse. Sogar gelacht wurde dabei noch (teilweise jedenfalls). Crazy!!

Zum oben gezeigten Blasen-Foto ein Statement aus Neuseeland: „No pain no gain.” Haha, ja, so muss man das sehen. Das gilt dann wohl auch für die Tough-Mudder-Teilnehmer. :))) 

Wie schon im letzten Jahr kam Marie auch dieses Jahr wieder im August zu Besuch nach Deutschland und war dann für knapp zwei Wochen mit on board. Wir fuhren nach Kroatien, an die Plitvicer Seen. Schön gelegene Seen, tolles Wasser, viele Wasserfälle und eine wunderbare Umgebung. ABER: Nichts für die Hauptsaison! Wir hielten es dort nicht sehr lange aus, obwohl die Landschaft sehr reizvoll ist. Sooo viel Grün…aber im Sommer wirklich viel zu überlaufen!!!

Schön war es auch in Slowenien. Hier machten wir bei Jesenice noch eine flotte Bergwanderung, bevor wir dann einen Tag später spontan nach Italien fuhren, an den Lago di Mizzano.

Plitvicer Seen und Umgebung:

Jagdgebiet in direkter Nachbarschaft zu unserem Campingplatz

Vor der Fahrt nach Slowenien noch ein bisschen Yoga:

Slowenien (hier waren viele zutrauliche Schmetterlinge unterwegs):

Lago di Mizzano

Auf der Rückfahrt nach Deutschland gab es einen Zwischenstopp im Allgäu, Marie besuchte eine Freundin und brachte noch einen Ausflug-Tipp mit. Tags darauf gab es nach einer anstrengenden Wanderung die verdiente Brotzeit inkl. Radlermaß im Grüntenhaus (>1500 m):

Und schwupp war Maries Zeit um – und ich kurze Zeit später wieder auf dem Weg nach Süden.

Es war Anfang September und noch sehr warm in Italien… Im Stau stehend wurde es immer wärmer im Bulli, was mich dann denken ließ, mich besser etwas abzulenken, vielleicht etwas italienisch zu lernen. So eine Art Crashkurs als Autodidakt sollte es werden. Hört mal rein, geht doch schon ganz gut oder?

Die Hitze war aber auf Dauer nichts für mich, so dass ich lieber wieder umdrehte und Richtung Norden fuhr. Hier war es aber die meiste Zeit zu kalt und vor allem zu nass. Die durchnässten Sachen waren im Bulli kaum trocken zu kriegen – Ayla auch nicht…  ;))

Aber es regnete nicht nur sehr viel, sondern wir konnten auch nette Bekanntschaft aus der Kiter-Szene in Puttgarden machen. Dort bekamen wir für unsere Begeisterung und unsere Ausdauer beim Zusehen sogar noch eine kleine Sondervorstellung geboten:

Kiter sind genauso toughe Typen wie die Menschen bei bei der tough mudder-Veranstaltung

Trotz der tollen Leute dort hielt es uns aber nicht lange auf Fehmarn und wir fuhren weiter nach SCHWEDEN. :))  Dort ist es ja einfach immer schön – und das Wetter wurde auch besser:

Danke Christoher, für diesen und auch für die anderen Stellplatz-Tipp(s).

Von hier aus war es dann nicht mehr weit bis zum Zielpunkt, dem Naturreservat Glaskogen:

Zu Anfang lief Ayla noch ohne Leine, später aber nicht mehr, denn es wurde mit jedem Schritt stiller im Wald. Man hörte immer wieder irgendwelche Geräusche die von wilden Tieren verursacht wurden  ;)))  – oder glaubte das zumindest… :)))

Und machmal ist man ganz froh, wenn man zu „seinem“ Schild zurückgefunden hat:

Der September war gelaufen und die Reisesaison eigentlich beendet. Aber nur eigentlich…, denn inspiriert durch ein YouTube-Video und einem schönen Wüstenfoto,

(dafür nochmal dankeschön, liebe Susanne!)

 

 wollte ich auch einmal in die Wüste gehen und bin über Saarbrücken – Blois – Bayonne – Pamplona – in die (Halb-)Wüste Bardenas Reales gefahren. Die Fahrt dorthin war „nicht so ohne“, weil das Wetter dieses Jahr für die Zeit außergewöhnlich schlecht war (es gab sogar Schnee-Alarm in Frankreich und Nordspanien). Die Durchquerung der Pyrenäen bei Starkregen, Hagel und Schneetreiben sorgte dafür, dass es nicht zu einem Übermaß an Entspannung kam. In Pamplona, wo im letzten November noch knapp 20° C gemessen wurde, musste ich morgens die Scheiben frei kratzen, so kalt war es nachts. Tagsüber ging die Temperatur dann rauf bis 7°. Das nennt man „Wetterglück“, konnten doch die vielen mitgenommenen T-Shirts allesamt geschont und unbenutzt wieder mit nach Hause zurückgenommen werden. 😉

Nebel in Frankreich

und das Wetter wurde nicht besser:

Der Atlantik bei ‚steifer Brise‘ in der Nähe von Saint-Jean-de-Luz.

Pausenplatz in den Pyrenäen (das Weiße an der Scheibe war Schneeeee…):

Wie schon gesagt, die Durchquerung war eine kleine Herausforderung,

aber irgendwann hatten Hund und Herrchen es dann geschafft, wir waren am Ziel:

Soweit in kürze der kleine Wüstenausflug im November 2019.

Wie, wann und wohin es 2020 weitergeht, kann ich jetzt noch gar nicht sagen, da das in Abhängigkeit von verschieden Umständen ist. Nur dass es weitergehen wird, das fühlt sich ziemlich sicher an. Man könnte denken, eigentlich müsste es doch mal gut sein mit der Herumreiserei. Ja, gedacht habe ich das auch schon oft. Aber denken und handeln ist nicht immer das Gleiche. 2019 hat das mehrfach gezeigt. Einmal noch, :))  wie oft ich das schon gesagt habe… Das Gute an ‚Einmal noch‘ ist: Wiederholungen geben Sicherheit. So habe ich keinen Zweifel daran dass, – und bin schon ganz gespannt darauf, wie oft – das in 2020 wieder passieren wird. Ein paar Vorstellungen, Wünsche und Ideen gibt es da schon. Was daraus wird, darüber werde ich berichten. Mindestens „Einmal noch“. ;))

BLOG

Heute beende ich diesen Blog – und möchte mich von euch verabschieden…

Nach dem Versuch der Fortsetzung meiner Bulli-Reise bin ich gestern, mit den schon bekannten Bulli-Krankheiten und deutlich herabgesetzter Toleranzschwelle gegenüber jeglichen Wiederholungen technischer Probleme aller Art, wieder nachhause zurückgekehrt.

Obwohl das Bulli-Leben ja von Anfang an als (R)Auszeit und nicht als alternative Lebensform gedacht war, hatte ich schon gehofft, dass diese Art des Reisens noch ein bisschen so weitergehen würde. Wird es aber nicht und somit ändert sich vieles. Mein (Reise-)Leben wird jetzt ein anderes werden. Wie das aussehen wird, das weiß ich noch nicht so genau. So wie zu Beginn der Reise im April 2018 heißt es auch jetzt erst einmal wieder: Veränderung leben. Manchmal möchte man das gar nicht und es braucht dann etwas Mut und Vertrauen, die ersten Schritte auf neuen Wegen zu gehen. Mein Mutmacher oder Vertrauensgeber war schon einmal das Gedicht „Nichts bleibt wie es ist“ von Rose Ausländer. Und so ist es auch diesmal.

Wie schon früher einmal erwähnt, begegnet man auf Reisen kleinen und großen Momenten, die dann zu den großen und kleinen Fragen des Lebens führen können. Deshalb werde ich auch weiter die kleinen Unbequemlichkeiten sowie Unsicherheiten in Kauf nehmen und noch eine Weile auf einem Reiseweg bleiben – auf irgendeinem, da ich überlege noch. Natürlich, nicht alle Entscheidungen des Reisens trifft der Geist alleine. Der Körper und seine Belastbarkeit hat da ab einem gewissen Alter immer mehr mitzureden, das habe ich inzwischen gelernt. Auch eine Form von Veränderung.

Über WhatsApp, per E-Mail und auch persönlich wurden mir Fragen gestellt, die ich meistens nicht ausreichend beantwortet habe. Zum Blog-Abschluss möchte ich das nachholen:

Antwort: JA, nach jetzt 14 Monaten (R)Auszeit mit Sonne und auch Schatten muss ich nicht eine Sekunde zögern um die Frage, ob ich das alles noch einmal so machen würde, mit einem klaren JA!!! zu beantworten. Es gab sehr viele besondere Momente, so viel Freude über das Gesehene, über das Erlebte, über das Gefühlte, über das Unerwartete, über das Herausfordernde, über das Erreichte usw. usf. Es war und ist (m)eine Lebensreise, überwiegend so, wie ich es mir vorgestellt und gewünscht hatte. Und ein  gutes Gefühl ist daraus entstanden, aus den ursprünglichen Wünschen dann Erlebnisse, Abenteuer sowie Zeiten der Stille in Achtsamkeit und Zufriedenheit gemacht zu haben. Dass das möglich war, dafür bin ich sehr dankbar!

Antwort: NEIN, Alleinreisen ist nicht doof – (nur manchmal!)  ;))  Meine Antwort lautet nein, mit der Begründung: Bevor man es gar nicht macht, ist es besser es allein zu machen…

Die Frage nach dem Alleinsein oder der Einsamkeit

Antwort: Da man in einem BLOG ja auch Persönliches mitteilt, werde ich das jetzt mal ganz offen und ehrlich tun. Also, nach dem Alleinsein, bzw. dem Gefühl von Einsamkeit bin ich jetzt schon dreimal gefragt worden und habe auch hier nur oberflächlich geantwortet. Diesmal etwas konkreter: Ja, ich habe mich mitunter allein und sogar auch einsam gefühlt. – Damit umzugehen kann man lernen… Ein Gefühl von Alleinsein kann selbst dann auftreten, wenn es einem ziemlich gut geht. Sogar wenn man sich freut. Nämlich dann, wenn z.B. ein besonders schöner Moment eingetreten ist, sich vielleicht etwas Besonderes in der Natur zeigt, was man sonst nicht so oft sieht o.ä. Dann möchte man diese Freude gern teilen, womit sie sich dann sogar verdoppeln würde…  :))

Mit der Einsamkeit ist das anders. Die ist in einer anderen Dimension zuhause. Ich persönlich habe, als ich sie empfand und ihr entgehen wollte, bewusst auch äußere Einsamkeit (z.B.  die Fjells im hohen Norden oder die skandinavischen Wälder oberhalb des Polarkreises) aufgesucht. Weil, wenn sich dann „innere Einsamkeit“ und „äußere Einsamkeit“ begegnen, ist das wie wenn in der Mathematik Negatives auf Negatives trifft. Die Vorzeichen ändern sich: minus x minus = +    :-)))))

Na ja, neben dem mathematischen Erklärungsversuch könnte ich mir auch vorstellen, dass, wenn die in der Natur gefundene Stille zum Tragen kommt, sich die Gedanken leichter neu ordnen, sich vieles sich relativiert weil man wesentlicher wird – auf sehr natürliche Weise. Und allein schon durch die Bewegung tritt ja anderes in den Vordergrund, man spürt sich körperlicher, der Kopf kann frei werden und ein anderes Denken und Fühlen entsteht… Ob das bei allen Menschen so ist, das weiß ich natürlich nicht, bei mir ist das so.

Ich kann nur jeden der so etwas wie einen Langzeiturlaub oder eine Auszeit – egal ob allein oder zu zweit – ausprobieren möchte nur ermutigen es auch zu tun. Die Welt ist schön und rund und bunt…  :))  Ich weiß, die meisten von euch stehen noch inmitten von Verantwortung und Verpflichtungen, in der Familie und/oder im Beruf. Da geht das dann natürlich nicht so einfach. Deshalb: Haltet durch, haltet dran fest, alles hat seine Zeit…

Das gilt auch weiterhin für mich. Mein Bulli-Jahr ist vorbei, doch die Reise – die eigentlich mehr zur Suche ist geworden ist – wird weitergehen. Irgendwie, irgendwann und irgendwohin. Und zwar so lange, bis ich am Ziel bin und ihn gefunden habe…, meinen Platz im Leben.

Euch wünsche ich, dass ihr diesen für euch möglichst schon gefunden und eingenommen habt oder zumindest nicht so lange danach suchen müsst.

Es heißt ja ‚wer suchet der findet‘. Hoffentlich stimmt das.

Macht’s gut zusammen!!  –  LG, Uwe

 

P.s.: Über WhatsApp oder per E-Mail bleibe ich für Fragen, Gedanken, Anregungen etc. natürlich weiterhin erreichbar.

The Thrill Is Gone…

Traurig aber wahr. – Was ist passiert? Es folgt eine Kurzfassung:

Es fing alles gut an. Nachdem diverse Arbeiten wie Wäsche waschen/trocknen, Zelt abbauen und  alles wieder irgendwie in den Bulli verstauen erledigt waren, hieß es Abschied nehmen von Camp Grinsby. Das geschah noch in bester (Morgen-)Stimmung:

 

 

 

 

 

 

 

 

Nordkurs Richtung Norwegen. Die Fahrt durch etliche Tunnel bis zum Hardangervidda Nationalpark verlief reibungslos. Nur diesmal war das Wetter nicht ganz so gut. Ziemlich viel Regen in Norwegen (aber nicht nur)!!!

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg nach Odda gab es sogar Sitzplätze für Wasserratten zu sehen:   😉

 

 

 

 

 

 

 

 

Wasser kann fließend, aber auch reißend sein

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonders wenn es von hoch oben kommt

 

 

 

 

 

 

 

 

Hardangervidda:

 

 

 

 

 

oberhalb 1000 m:

 

 

 

 

 

Nicht getraut:

 

 

 

 

 

Es gibt natürlich noch sehr viel mehr aus Norwegen zu zeigen und zu erzählen. Möchte ich jetzt aber nicht. Das käme dann zu zuviel Wiederholung aus dem letzten Jahr. Von zwei Wiederholungen muss ich aber noch berichten, damit ihr die Überschrift verstehen könnt:

Kein fließendes Wasser mehr (seit heute) trotz Reparatur durch Fachwerkstatt vor nicht allzu langer Zeit. OK, ist nicht schlimm, könnte man mit leben.

Schlimm aber, was ihr nicht hören könnt. Seit zwei Tagen wieder die gleichen „Grunzgeräusche“ unter der Motorhaube wie letztes Jahr. Auch diesmal wieder nur sporadisch auftretend. Jetzt habe ich die Wasserpumpe im Verdacht (die wurde ja auch letztes Jahr repariert), denn als ich einfach nur mal so geguckt habe, konnte ich sehen, dass die Kühlflüssigkeit deutlich unterhalb der Minimum-Markierung lag. Vor der Abfahrt war das noch nicht so, da war alles ok!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt hoffe ich, dass ich, nachdem ich den Behälter auffüllen konnte, ohne Werkstattbesuch und/oder ADAC wieder zurück nachhause komme.

Kann nur sagen: The Thrill Is Gone…

 

P.s.: Falls es Text/Bild-Darstellungsprobleme gibt liegt das Problem hier bei mir, nicht an euren Rechnern.

Stockbrot in Schweden

https://youtu.be/j4YjU_WIwdk

 

Nachdem das Wetter vormittags eher nicht so schön aussah (es wollte gar nicht richtig hell werden und es regnete immer wieder),

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wurde es nachmittags viel besser und ein Stockbrotessen stand an. – Yeah!! :))

 

Weil Stockbrotessen eine Empfehlung von mir ist, folgt nun ein Rezept, bzw. eine Schritt-für-Schritt-Anleitung  ;))  frei nach dem Motto man nehme:

1. Man nehme sich Zeit.

2. Suche sich einen geeigneten Ort, wie z.B. Camp Grinsby, wo sich auch Hunde besonders wohlfühlen. Oder jedes andere schöne Plätzchen, gibt ja genügend davon.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Die vorbereitenden Arbeiten wie Teiganfertigung und Getränkeauswahl sollten besser schon vor dem Losgehen abgeschlossen sein  – und man sollte außerdem genauso daran denken, dass auch alles getragen werden muss…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Dann kann’s losgehen – auf besten Wegen und Pfaden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Ziel war bald erreicht (Ayla kannte den Weg noch vom letzten Jahr 🙂 )

 

5. Weitere vorbereitende Arbeiten wie Feuer machen, Teig noch einmal etwas ‚gehen lassen‘ u.a., sorgen für die entsprechende Vorfreude, bevor es dann soweit ist:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Also alles ganz einfach! – PROOOST!

 

Ok, einfach schon, aber trotzdem auch etwas zeitaufwendig. Was sich hier in Minuten lesen und ansehen lässt, dauert in Wirklichkeit alles in allem schon eine ganze Weile. Bevor ich einen einfachen Hefeteig fertig habe, der immerzu entweder mehr Wasser oder mehr Mehl verlangt… und alles in Handarbeit… Zuhause macht das die Küchenmaschine, die Hände bleiben sauber sowie alles andere,  was zwischendurch mal eben beiseite gestellt werden musste, auch. Hier nicht.  Macht nichts, hier ticken die Uhren eh etwas anders. Das merkt man daran, dass man einfach mehr sieht und das Gesehene anders betrachtet. ‚Auge in Auge‘ mit einer Blindschleiche:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einfache Freude über Schmetterlinge

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, so sind sie manchmal, die kleinen und großen Momente im Leben eines ‚Reisenden‘ :))

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dänemark

Den ursprünglichen Plan, Dänemark ausschließlich mit Fahrrad und Boots zu bereisen, musste ich aufgrund weiterer realitätsnaher Praxis-Tests verwerfen. Entgegen früherer Fahrradtouren signalisierte der Körper ein deutliches Nein. Deshalb habe ich dann den Bulli auch mitgenommen (als Packesel sozusagen) und los ging’s. :))

 

Zuerst ein Schlenker nach Westen, nach Greetsiel um Enkelkind Jannis zu treffen:

Dann ein Schlenker nach Osten, nach Rheinsberg/Brandenburg am Bikowsee. Campingplatz „Berner Land“. Hier bin ich gerne, weil es einfach und schön ist. Einfach schön. Man kann z.B. im Wald Musik machen:

   

Oder sich ganz unaufgeregt in der Natur umsehen:

   

Manchmal stellt sich die Frage nach dem richtigen Weg, dann hilft Ayla – auch bei der Kartenarbeit:

   

Wasser gibt es hier auch genug:

 

 

 

 

 

Paddeln inkl. ortskundige Führung durch das große Wasserrevier war angesagt

 

 

 

 

 

 

Danach erst wurde Dänemark angepeilt, die Insel Møn, mit noch viel mehr Wasser,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

hohen Kreidefelsen,

  

 

 

 

 

unglaublich vielen, anstrengenden und oft sehr steilen Treppen. Der Weg hinunter dauert ca. 15 Min., der Rückweg deutlich länger. (Ayla konnte nicht mit, sie hatte sich beim Spielen mit einem anderen Hund an der Vorderpforte verletzt und konnte zwei Tage nur humpeln, jetzt aber geht es wieder.)

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Die meisten Dänen waren sehr nett und es ging nicht nur herzlich, sondern auch bärig zu:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die meiste Zeit war das Wetter ganz gut, was sich aber ab morgen ändern soll, es sind mehrere aufeinander folgende Regentage vorhergesagt. Das ist immer eine gewisse Belastungsprobe, weil Hund und Herrchen wollen oder müssen immer raus… Habe jetzt das Bulli-Vorzelt aufgebaut, als Trockenraum sozusagen, für die zu erwartende nasse Kleidung, feuchten Hundehandtücher usw. Und so richtig warm wird es auch nicht, letztes Jahr um diese Zeit war das ganz anders.

Ja, das macht aber nichts. Wir werden noch mehr Zeit haben und uns der avisierten Langsamkeit hingeben. Das heißt aber nicht faulenzen oder träge werden. Langsamkeit bringt eine angenehme Veränderung mit sich, z.B. beim Aufnehmen von Sinneseindrücken. Vieles zeigt sich dann einfach gründlicher, intensiver. Im „Normal-Modus“ sehe ich das so nicht. Deshalb freue ich mich sehr darüber, zurzeit so langsam leben zu können…

Jetzt sage ich gute Nacht mit dem aktuellen Ausblick aus dem Bulli. Die Sonne geht langsam unter.  :))

 

CAR SCRATCH

gleich am ersten Tag geschah es. :((  Mal gerade zweieinhalb Stunden unterwegs gewesen…, da war es auch schon passiert. Es hat nicht nur scratch gemacht, es hat auch ein bisschen WUUUMMMMM gemacht.

Die Ursache war dieser niedliche Betonpoller:

Mit Brille wäre das wahrscheinlich auch passiert. Muss wohl doch noch ein weiteres Mal zum Sehtest…

 

Der Detail-Anblick nach dem scratch-WUUUMMMMM

:

 

Auch Ayla schaute ganz ungläubig:

  :))

Haha, aber selbst ist der Mann. Die erfolgreiche Notreparatur:

So konnten wir erst mal weiterfahren, das Wetter änderte sich und passte sich meiner schlechten Laune an:

 

Aber dann habe ich mich irgendwann gefragt: Was macht es eigentlich schön, unterwegs zu sein? Es stellten sich Gedanken ein, die das Gesicht wieder glätteten, sodass die schlechte Laune sich nicht mehr in den Kummerfalten festhalten konnte.

Jetzt stehen wir hier in Greetsiel auf einem schönen Stellplatz und werden den weiteren Abend noch entspannt ausklingen lassen.

Morgen treffe ich mich mit Tochter, Schwiegersohn und Enkelkind *freu*freu* und dann geht’s für mich weiter (mit geändertem Ursprungsplan) Richtung Dänemark. Davon dann mehr beim nächsten Mal…

2019

Das neue Motto für 2019: ‚Back to the BOOTS‘ –

der Langsamkeit entgegen…

Das Reisen wird weitergehen, nur etwas anders als bisher.

Hört sich vielleicht etwas seltsam an, deshalb besser mal von vorn beginnend: Also, Anfang des Jahres wollte ich mich eigentlich in den Bulli setzen und losfahren‚ ‚ab in den Süden‘. Tarifa und die Algarve waren die Zielpunkte. Dann aber, zwei Tage vor der geplanten Abfahrt ging der Bulli ein weiteres Mal in die Verweigerungshaltung über (kein Scherz!!) und ich dann aber auch – endgültig! Eine Bulli-Reise ins Ausland kommt für mich vorerst nicht mehr in Frage. Nicht mit diesem Fahrzeug!!!

Der Ärger ist mittlerweile verflogen. Vielleicht musste das alles so kommen, um etwas, was mich schon seit Nov/Dez letzten Jahres immer wieder gedanklich berührte, klarer werden zu lassen: Es geht auch ohne Bulli, es geht auch ganz anders, nämlich aus der eigenen Kraft heraus – solange ich noch ‚jung‘ bin.  ;-)))  denke ich inzwischen. Eine neue Reise-Idee ist geboren, eine Wander-Radfahr-Reise. Jetzt ist es spruchreif, im April geht es los.

Diese Wander-Radfahr-Reise wird ein Mix aus Wandern und Radfahren, der Schwerpunkt soll beim Wandern in Langsamkeit liegen. Das wird sicher auch Ayla entgegenkommen. Nun, bis jetzt habe ich keinerlei Erfahrung wie das gemeinsam mit Hund + Herrchen so geht bei Wind und Wetter und ohne schützendes Bulli-Dach über dem Kopf. Vieles wird sicher anders sein als beim Bullireisen.

Als alleinreisender Wanderer oder Fahrradreisender bekommst du ja in jeder Pension sofort ein Zimmer, auch wenn du den halben Tag oder länger durch Regen geradelt bist und deshalb vielleicht etwas mitgenommen aussiehst. Aber wie ist das, wenn dann neben dir noch ein mittelgroßer, nasser schwarzer Hund sitzt, dem das Wasser aus dem Fell tropft? Oft sind Haustiere in Pensionen und manchmal sogar auch auf Campingplätzen grundsätzlich verboten. Könnte hin und wieder schwierig werden befürchte ich ein bisschen. Genauso wie die Hundefutter-Logistik u.v.a.m. Da ist die körperliche Herausforderung vielleicht noch das kleinere Übel? Wir werden sehen… Nur eines ist jetzt schon klar, die Vorfreude auf das neue kleine Abenteuer ist mindestens genauso groß, wie sie letztes Jahr vor der Bulli-Reise war.

Zurzeit üben wir schon ein bisschen – in allen Disziplinen. Machen immer öfter längere Wanderungen durch die Wälder

schauen uns schon einmal Schutzhütten an und stelle mir dann vor, darin vielleicht einmal übernachten zu müssen  ;))

Demnächst werde ich unser Reisezelt aufbauen, damit wir ein paar Schlaf- und Aufenthaltsübungen machen können. Wird Ayla wohl auf unserer Wanderung einen Hundeschlafsack brauchen? Keine Ahnung. :-((  Hat zufällig jemand Erfahrung damit oder mal etwas gehört oder gelesen, von Menschen, die schon einmal mit Hund und Zelt im April auf Nordkurs waren…?

Auch Gehorsamkeitsübungen beim Ein- und Aussteigen unter realen Bedingungen (sehr wichtiger Sicherheitsaspekt) gehören dazu:

Ayla macht das alles ganz prima mit, da wird es wohl kaum Probleme geben. Nur habe ich noch keine Lösung für Naturaufenthalte bei richtigem Schietwetter. Vom Anhänger-Hersteller gibt es nämlich keine Regenabdeckung, die einen kompletten Schutz des Hängers gewährleistet. Aber es wird natürlich auch immer wieder Tage geben, wo so etwas zwingend gebraucht wird. Falls jemand eine Idee oder einen Tipp hat…

Start wird Ende März/Anfang April sein, je nach Wetterlage. Vorher würde das keinen Sinn machen, da viele Campingplätze nicht vor April geöffnet haben und die Übernachtungsmöglichkeiten an den Radwegen vor dem Mai ebenfalls nur begrenzt sind. Von Diekholzen aus wird es dann Richtung Norden gehen, auf den Ochsenweg/Haervejen bis nach Frederikshavn im Norden Dänemarks. Dort soll es einen schönen Fährhafen geben, den werden wir uns – falls wir noch fit sind – dann evtl. etwas genauer ansehen…  ;))

So, jetzt seid ihr, was 2019 angeht, auf dem neusten Stand und werdet wieder von mir hören.

Bis dann!

 

Der BULLI

Der Bulli und ich, wir haben uns wieder vertragen.

Seit der letzten Reparatur muckt er gar nicht mehr rum. Keine befremdlichen Geräusche mehr, keine Warnlampen die sporadisch und unvorhersehbar an- und ausgehen, kein Zittern oder Wackeln mehr beim Bremsen oder Lenken. Fährt wie ein ganz normales Auto – komisch. ;))  Sogar Kühlschrank und Wasserhahn funktionieren wieder einwandfrei. Wenn er weiterhin so zuverlässig, also ohne weitere „Warnstreiks“ oder gar Reparaturen, durch den Winter fährt und im Frühjahr positiv beim TÜV geprüft wird, bekommt er noch einmal neue Reifen und eine weitere Chance zur Bewährung.

Allerdings muss er dann dabei nicht noch einmal so ran, wie in 2018: 26.600 Reise-km kreuz und quer durch Europa, von April bis November. Das war mehr als genug. Ja,  es waren – rückblickend – eigentlich viel zu viele Kilometer. 2019 soll das anders werden, weniger Strecke, weniger Orte, dafür längeres Verweilen an ausgesuchten Plätzen. So die grobe Idee für das nächste Jahr.

Eine weitere Reise in 2019 war ursprünglich gar nicht geplant. Doch nun, nachdem ich einige Wochen zurück bin, hat sich das geändert. Ein Gefühl von „Und täglich grüßt das Murmeltier“ zeigt sich nämlich immer häufiger. Da fällt es ziemlich schwer, Wurzeln zu schlagen. Dann kommen auch noch Bilder, Erinnerungen, Gefühle von Erlebtem und Erfahrenem dazu, die immer wieder einen starken Reisesog auslösen. Die Fernweh und Lust auf weitere Abenteuer machen. Und die einer gelegentlich auftretenden inneren Leere positiv entgegen wirken. Aber genauso zeigen sich auch ZWEIFEL, Bedenken und Fragen: Ist diese Art von Lebensgestaltung wohl die richtige? Macht das, was ich tue, wirklich nachhaltig glücklicher, zufriedener?  Wo beginnt (meine) Freiheit, wo hört sie auf? Ob solche Fragen auf einem „Reiseweg“ auch die gesuchten Antworten bringen werden, weiß man natürlich vorher nicht. Für mich aber ist es wichtig, auf diesem ganz eigenen „Reise-Weg“ überhaupt zu gehen und mich nicht entmutigen zu lassen. Denn darauf kommt es doch an, das zu leben, was (dir) wichtig ist und richtig erscheint. Also auch Wege zu gehen, von denen man nicht weiß, wohin sie führen.

Reisen kann so viel mehr sein oder werden, als nur von einem Ort zum nächsten zu fahren…

So, nun ist’s erst mal genug sinniert. Jetzt möchte ich noch kurz berichten, was es sonst noch bei mir gibt:

Also, um dem Murmeltier Paroli zu bieten habe ich damit begonnen, zu lernen, wie man Videos erstellt. Gar nicht soo kompliziert, allerdings (noch) etwas zeitaufwändig. Aber da es mich manchmal selbst zum Lachen bringt, ist diese Zeit gut investiert.

 

Euch allen SCHÖNE FEIERTAGE, einen GUTEN RUTSCH

 

War’s das???

Sehr wahrscheinlich, denn: Kaum zu glauben – aber wahr! Heute Nachmittag, noch nicht einmal eine Woche nach der letzten Reparatur, machte der Bulli plötzlich sehr seltsame Geräusche und zeigte nicht nur die alte Fehlermeldung wieder an, sondern auch gleich noch eine neue:

Morgen 10 Uhr der Werkstatt-Termin, danach werde ich wahrscheinlich eine Flasche Buer-Lecithin auf ex trinken und höchstwahrscheinlich das Reisejahr 2018 für beendet erklären.

Also nicht wundern, wenn ihr erst einmal nichts mehr von mir hört.

Werde nach der Reparatur anfangen 2018 zu reflektieren und mir nebenbei Gedanken über 2019 machen. Ein paar Ideen gibt’s da schon…

Macht’s erstmal gut und vielen Dank für eure Begleitung. Es war schön mit euch!!!  :))))

Schlimmer geht‘s immer…

Eigentlich sollte es noch einmal ein schöner Abschluss-Bericht von der Insel TEXEL werden, aber es kam anders.

Endstation DEN HELDER  (Nord-Holland).

 

Kurz vor Den Helder zeigte sich der Bulli wieder einmal von einer seiner nicht so liebenswerten Seiten:

Nach dem Tanken leuchtete ein Warnlicht und der Blick ins Bordbuch zeigte:

 

Die Werkstatt

meinte

und erklärte mir ALLES, ohne dass ich wirklich etwas richtig verstand (außer den Preis) :

 

Die Ersatzteilbeschaffung ist bis Mitte/Ende nächster Woche möglich, Reparatur dann Anfang der darauf folgenden Woche… Nach freundlichem Protest und Schilderung meiner Lage sagte der Serviceleiter: Mit etwas Glück und langsamer Fahrt könnte ich es vielleicht auch zurück bis nach Deutschland schaffen, aber es wäre dann besser tags zu fahren, da es tagsüber besser mit dem ADAC klappt – falls nötig. Die Entscheidung müsse natürlich ICH treffen…

Dann drückt mir mal für morgen die Daumen, ich werde versuchen zurück zu fahren!